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Deutsche Postbank "buy" 19.02.2009
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) im aktuellen "AnlageFlash" mit dem Rating "buy" ein.
Der führende deutsche Retailer habe erwartungsgemäß für 2009 bzw. vor allem für Q4 enttäuschende Zahlen abgeliefert, sei aber für 2009 nicht so pessimistisch wie andere Finanzhäuser. In Q4 sei das Gros an Wertberichtigungen vorgenommen worden, nachdem das Aktienportfolio komplett abgebaut worden sei. Hieraus allein würden Belastungen in Höhe von 581 Mio. EUR in Q4 resultieren. Dies sei eine Konsequenz des in Q4 aufgestellten Programms zur strategischen Optimierung der Ergebnisqualität und des Risikoprofils.
Der Vorsteuerverlust in 2008 belaufe sich auf 974 Mio. EUR (nach +992 Mio. EUR im Vorjahr) bzw. auf 866 Mio. EUR allein in Q4 (nach +194 Mio. EUR). Nach Steuern liege das Jahresminus bei 821 Mio. EUR bzw. bei 710 Mio. EUR in Q4. Entsprechend negativ sei der Handelsüberschuss (-389 Mio. EUR) ausgefallen und vor allem das Finanzanlageergebnis (-1,25 Mrd. EUR bzw. -700 Mio. EUR in Q4).
Erfreulich - wie schon bei den Wettbewerbern - sei der Zinsüberschuss ausgefallen, der um 11,4% auf 2,50 Mrd. EUR angezogen habe. Der Provisionsüberschuss sei mit 1,43 Mrd. EUR nahezu stabil geblieben. Die Risikovorsorge sei auf 408 Mio. EUR gestiegen (nach 338 Mio. EUR), was nach wie vor im Wesentlichen mit den Sonderabschreibungen auf die Exposures ggü. Lehman Brothers und isländischen Banken begründet werde. Erfreulich habe sich auch das Kundeneugeschäft entwickelt, und Marktanteile hätten ausgebaut werden können. Die gesamten Spareinlagen seien um 12% auf 49,1 Mrd. EUR gestiegen (Marktanteil bei 9,4%). Der Bestand an Privater Baufinanzierung habe sich um 6,9% auf 72,7 Mrd. EUR erhöht (Marktanteil bei 9,2%). Der Bestand an Privatkrediten sei um 30% auf 3,0 Mrd. EUR geklettert.
Die Postbank sehe für 2009 geringere Belastungen, vor allem unter der Voraussetzung, dass sich die Wirtschaft nicht stärker verschlechtere als derzeit prognostiziert werde. Mit einem weiteren Anstieg der Risikovorsorge sei zu rechnen, vor allem bei den Engagements außerhalb des Heimatmarktes Deutschland. Die mittelfristigen Ziele - z.B. ein ROE von 13 bis 15% - seien bestätigt worden.
Durch den rigorosen Abbau der kapitalmarktbedingten Positionen sei das Risikopotenzial nun überschaubarer geworden. Die (Re-)Fokussierung auf das inländische Kundengeschäft sollte das Haus wieder in die richtige Richtung bringen.
Aus Sicht der technischen Analyse bleibt die Aktie der Deutschen Postbank angeschlagen, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. Obwohl die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren infolge des starken Überverkauft-Szenarios kaum noch Abwärts-Bewegungsdynamik anzeigen würden, laste der sehr hohe Überhang an Abwärtspotenzial und -dynamik auf dem Wert. Das bisherige Tief liege bei 6,81 EUR. Es sei durchaus wahrscheinlich, dass dieses noch einmal erreicht oder gar unterschritten werde. Erst ein Anstieg über die gewichtete 13-Wochen Linie, die bei aktuell 10,69 EUR (Tendenz fallend) verlaufe, wäre ein Hoffnungsschimmer auf ein Ende der Abwärtsbewegung. Für die nächsten Wochen sei kaum davon auszugehen, dass dieser Fall eintrete.
Aus fundamentalen Gesichtspunkten bestätigen die Analysten der SEB das Kursziel von 10 EUR und bewerten die Deutsche Postbank-Aktie mit dem Rating "buy". (Analyse vom 19.02.2009) (19.02.2009/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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